Austrian CISV News  1998

Village in Mölndal/Schweden

von Judith, Stefan, Judy und Alexandra

Unsere Campsite, eine Schule, war in einem kleinen Nachbarort von Mölndal namens Kallered. Die Umgebung war ein Traum: viel Wald, wo man natürlich wundervolle Spiele machen konnte. Die Schule selbst war sehr geräumig, sodaß man die verschiedensten Aktivitäten durchführen konnte, ein stilles Plätzchen zum Ausruhen oder auch zu einem gemütlichen Plausch fand. Der einzige Nachteil des Geländes war, daß es keine Wiesen gab, nur zwei betonierte Plätze. Darum war es leider fast ein Fixpunkt, daß wir bei Laufspielen einige Schürfwunden zu behandeln hatten. Um dem vorzubeugen, wichen wir auf einen etwas weiter entfernten Fußballplatz aus.

Schon sehr bald wurde aus unserer Gruppe von Kindern, Begleitern, JC’s und Staff eine große Familie, obwohl wir alle sehr unterschiedlich waren. Natürlich verstanden wir anfangs nicht immer die Handlungsweisen anderer, aber durch Spiele und Gespräche lernten wir die anderen Kulturen besser kennen und akzeptieren, sodaß wir eine harmonische Atmosphäre herstellen konnten.

Das Wetter hat auch mitgespielt, auch am Tag der Abreise, denn da regnete es. Es paßte sich eben unserer traurigen Abschiedsstimmung an.

Ansonsten hatten wir Traumwetter, und wir konnten die Aktivitäten im Freien genießen. So war es auch mit den Exkursionen, von denen es drei gab: Der erste führte uns in den Stadtpark von Göteborg, dem auch ein riesiger Tierpark angeschlossen ist.

Die nächste ging zu einem alten Fischerdorf, in dem wir das fast mittelalterliche Leben der Fischer nachvollziehen konnten.

Der letzte war wohl der schönste Ausflug, denn wir besuchten die Inseln, die dem Hafen von Göteborg vorgelagert sind. Wir genossen die Sonne, das 22 Grad warme Meer und veranstalteten ein Picknick. Es war einfach wunderschön.

Weitere Höhepunkte im Camp waren die Diskoabende. Dem ersten folgte schon bald eine zweiter, der von einem “Candle-light-dinner” begleitet wurde. Die Kinder, die in Paaren erschienen, genossen es sichtlich, daß sie von den Leadern bedient und verwöhnt wurden. Die letzte Diskonacht wurde von den Kindern selbst organisiert, für das Essen aber waren die JC’s zuständig. Sie zauberten wunderbare italienische Pizza und Pasta sowie eine mexikanische Nachspeise.

Eines der schönsten Erlebnisse hatten wir am letzten Abend, als wir das Message Game spielten. Wir saßen alle im Turnsaal im Kreis, und in der Mitte war ein Herz aus Kerzen. Wir drehten das Licht ab, und jeder hatte einen Stoß Zettel vor sich liegen. Nun konnten wir, wem auch immer, eine kurze Notiz oder Brieflein schreiben. Dieser Brief wurde dann weitergereicht, bis zu der Person, deren Name darauf stand. Wir waren alle sehr berührt, da in diesen Briefen oft sehr bewegende Worte standen.
Diesen Abend werden wir wohl nie vergessen.

Viele liebe Grüße von
Judith, Stefan, Judy und Alexandra


      Diese Seite wurde von Obelix am 8.5.99 erstellt.